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PRESSEMITTEILUNG |
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Pfadfinder zelten, kochen und lernen
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LINDAU/OPFENBACH - Ferien im Grünen: Die "Royal Rangers 55" schlagen ihr Lager in Schrundholz auf. "Ohne Teamwork geht nichts", sagt Stammleiter Wolfgang Pflegling. Die Lindauer Pfadfinder bauen Zelte zusammen auf, machen Feuer und kochen. Seit 30. Mai und noch bis heute stehen Gemeinschafts- und Naturerlebnisse auf dem Programm.
"Dafür haben wir lange gespart." Stolz zeigt Wolfgang Pflegling, Stammleiter der "Royal Rangers 55", Ortsgruppe Lindau, die Jurte, ein großes rundes Zelt, in dem die Pfadfinder gerade fleißig werkeln. Um ein Feuer in der Mitte sind im Halbkreis Tische und Bänke aufgestellt, an denen die Jugendlichen Speckstein bearbeiten, eine kleine Rangerbibel aus Leder basteln und wasserdichte Dosen und Kästchen mit Zunder bestücken.
Rebecca Böttger, 15 Jahre alt, schmirgelt gerade an einem Specksteinkreuz. "Das ist was Besonderes - das Feeling", beschreibt sie ihr zweites Camp. Seit drei Jahren ist die Achtklässlerin bei den Pfadfindern. "Die Camps sind das Beste! Die Gemeinschaft ist toll, alle sind voll sozial." Rebecca strahlt und erklärt dann den "Silberlilien-Hajk": Um das Abzeichen zu bekommen, muss man einige Kilometer zurücklegen und sich unter anderem mit einem "Weg-Krocki" orientieren. Das ist eine Karte, die aus einfachen Strichen und minimalen Zeichen für Wald, Wasser und Brücken besteht.
Im Camp geht es freundlich zu, jeder hilft mit, trotzdem ist das "kein Kuschelcamp", sagt Stammleiter Pflegling, der die Kinder auch fordert. Vor neun Jahren hat er die ruhende Lindauer Ortsgruppe wieder ins Leben gerufen, um für seine fünf Kinder "ein sinnvolles Freizeitprogramm" bieten zu können. Unter "Persönlichkeitsentwicklung" fasst er einen Teil seiner Aufgabe zusammen und erzählt vom nächsten Vorhaben: Die "Ranger" werden im Juli den Waldkindergarten unterstützen im Rahmen von "Zeit für Helden", einem landesweiten Projekt des Kultusministeriums, bei dem alle Ortsverbände mitmachen.
Auf die heutige Nachtwache freut sich Raphael Kottenauer schon. Als Viertklässler kam der Zwölfjährige durch die evangelische Gemeinde zu den "Royal Rangers". "Es macht einfach Spaß", sagt er, "die Zelte aufbauen und Holz hacken". Der Hauptschüler hat den Rang eines Kundschafters und zählt alle Knoten auf, die er gelernt hat: "Kreuzknoten, Palstek, Achter und ..." - ein Blick ins Pfadfinderbuch - "Kreuzbund und ..." Raphael lächelt, er möchte später Jugendteamleiter werden, was Rebecca schon ist.
Lindauer Zeitung Dienstag 5. Juni 2007 von Moriz Schildken
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